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Durststrecke durch erzwungenes Glück beendet

TuS Sommerkahl - SG Viktoria Kahl II/DJK Kahl 3:1 (0:1)

Aufstellung TuS: M. Gerhard - J. Hefter, P. Dorn, M. Manteufel, L. Schickling (80. S. Otten) - T. Gries, J. Steigerwald - A. Stürmer (85. M. Schlämmer), M. Schlämmer (61. J. Schlämmer), S. Schloth - K. Schickling (C)

Tore: 0:1 O. Reinhart (33.), 1:1 P. Dorn (51.), 1:2 S. Schloth (70.), 1:3 S. Otten (83.);

Gelb-Rot: E. Pedük (87.), P. Dorn (90.);

Neben dem bereits länger verletzten Kevin Krämer, der den TuS im Relegationsspiel Ende Mai noch mit einem Doppelpack auf die Siegerstraße gebracht hatte, und dem seit letzter Woche erkrankten Stephan Becker, mussten wir im Vergleich zur Vorwoche noch auf fünf weitere Stammkräfte verzichten. Fabian Kraus fiel aufgrund seiner anhaltenden Rückenprobleme nun komplett aus, auch Jan Stenger und Michael Dorn kämpften erneut mit Beschwerden und Max Maier war erkrankt. Ganz bitter ist aber der längerfristige Ausfall von Torwart René Jordan, bei dem nun ein bereits vor mehreren Wochen eingetretener Außenbandriss im rechten Knöchel diagnostiziert wurde.
Neben Alex Stürmer und Simon Schloth auf den Außenbahnen, die für Jan und Max begannen, mussten die Lücken also aus den Reihen der zweiten Mannschaft geschlossen werden. Marco Gerhard hütete also für René den TuS-Kasten, in der Innenverteidigung ersetzte Michael Manteufel, der damit erstmals seit Mai 2016 - damals noch in der B-Klasse gegen Schimborn II - wieder ein Spiel für die 1. Mannschaft bestritt, Michael Dorn. Die beiden Jugendspieler Samuel Otten und Johannes Schlämmer, Letzterer bereits am Vortag 90 Minuten lang für die U19 im Einsatz, sowie Lukas Kraus und Heiko Magel ergänzten das Aufgebot. An einen Auftritt der zweiten Mannschaft, in deren Reihen zusätzlich noch einige Ausfälle zu beklagen waren, war somit nicht zu denken, weshalb sich Kahl dankenswerterweise dazu bereiterklärte, die Partie auf den 3. Oktober zu verschieben.

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Innenpfosten verhindert ein spätes Comeback

SV Schneppenbach-Hofstädten - TuS Sommerkahl 1:1 (1:0)

Aufstellung TuS: R. Jordan - J. Hefter, P. Dorn, M. Dorn (46. F. Kraus), L. Schickling - T. Gries (46. S. Schloth), J. Steigerwald - M. Schlämmer, J. Stenger (74. A. Stürmer), M. Maier - K. Schickling (C)

Tore: 1:0 D. Magalhaes (2.), 1:1 J. Steigerwald (76.);

Besonderes Vorkommnis: D. Hant hält Foulelfmeter von K. Schickling (33.);

In Schneppenbach mussten wir im Vergleich zur knappen Heimniederlage gegen Hochspessart unsere Defensive auf zwei Positionen umbauen. Philipp Dorn begann für den angeschlagenen Fabian Kraus in der Innenverteidigung. Bruder Michael rückte anstelle des erkrankten Stephan Becker, der dadurch das Wiedersehen mit seinem Heimatverein verpasste, daneben. Der aus dem Urlaub zurückgekehrte Leon Schickling kam dafür auf der Linksverteidigerposition neu ins Team. Auf der Außenbahn startete diesmal Matthias Schlämmer für Simon Schloth. Heiko Magel ergänzte anstelle von Jugendspieler Johannes Schlämmer das Aufgebot.

Jan Stenger setzte mit einem ersten Abschluss von der Strafraumgrenze erste Offensivakzente, doch der Versuch geriet zu schwach, um dem Schneppenbacher Schlussmann Dennis Hant Probleme zu bereiten. Im Gegenzug dann die kalte Dusche für den TuS. Auf der linken Seite drang Johannes Schmitt durch einen Doppelpass mit Kevin Müller in den Strafraum vor und legte den Ball von der Grundlinie zurück, wo er ein, zwei Gästeverteidiger auf dem falschen Fuß erwischte. Am langen Pfosten lauerte schließlich Danniel Magalhaes, der mit viel Platz keine Mühe hatte, das Leder ins rechte Eck zu schieben.
In der Folge entwickelte sich zunächst eine temporeiche Begegnung, bei der beide Mannschaften aber oft zu hektisch agierten und sich in der Offensive daher Ungenauigkeiten häuften. Wenige Minuten nach dem Gegentreffer dann ein erstes echtes Ausrufezeichen des TuS, als Matthias Schlämmer links im Strafraum in Szene gesetzt wurde, SVSH-Schlussmann Dennis Hant aber parierte. Den abgewehrten Ball klärte ein Verteidiger kurz vor der Torlinie knapp vor dem heranstürmenden Jan. Auf der Gegenseite wurde Müller steil geschickt, zielte beim Abschluss jedoch genau auf TuS-Keeper René Jordan.
Nach dem munteren Beginn zogen sich die Gastgeber in Führung liegend mit der Zeit aber weit zurück und lauerten aus einem massiven Abwehrbollwerk heraus auf Konter, speziell über den schnellen Müller in der Spitze. Der TuS ließ in der Folge die Kugel in den eigenen Reihen rotieren, tat sich aber schwer damit, aus dem Spiel heraus Torchancen zu kreieren. Die erste Hälfte des ersten Abschnitts war bereits verstrichen, als ein Freistoß von Philipp Dorn am linken Torwinkel vorbeisegelte. Kurz darauf brachte Julian Steigerwald einen ruhenden Ball aus dem linken Halbfeld in den Strafraum, wo er ohne Fremdkontakt nochmal gefährlich aufsetzte. Hant reagierte aber gut und lenkte das Spielgerät über den Kasten.
Nach einer guten halben Stunde bekamen wir dann die große Chance auf den Ausgleich. An der linken Strafraumgrenze wurde Max Maier in die Gasse geschickt und von seinem Gegenspieler im Lauf in die Hacken getroffen. Zum fälligen Strafstoß trat mit Kapitän ein eigentlich sicherer Elfmeterschütze an, doch Hant war in der richtigen Ecke und der Versuch nicht genau genug platziert, um den Fingern des Torhüters zu entwischen, der den Schuss zu Seite abwehren konnte.

Auch nach dem Kabinengang bot sich den Zuschauern das gleiche Bild wie zuvor. Die Gastmannschaft verbuchte viel Ballbesitz, fand aber kaum ein Durchkommen durch die dicht gestaffelte Hintermannschaft der Hausherren. So erfolgten Abschlüsse meist durch Standardsituationen oder Distanzschüsse. Der gefährlichste davon von Max nach einer knappen Stunde Spielzeit wurde im Strafraum noch von einem Verteidiger abgefälscht und segelte knapp über die Querlatte. Auf der anderen Seite spielte René Jordan immer wieder gut mit und vereitelte so die eine oder andere aussichtsreiche Offensivaktion des SVSH, so etwa als er gegen Magalhaes halblinks im Strafraum geschickt den Winkel verkürzte und so kein Vorbeikommen an ihm war.
Wenige Minuten später setzte erneut Max dann das bis dahin größte Ausrufezeichen im zweiten Abschnitt, als er im Strafraum an den Ball kam und sofort abzog. Hant konnte sich aber erneut auszeichnen und Jan Stenger, der zum Abstauben bereitstand, befand sich beim Schuss klar im Abseits. So dauerte es bis eine Viertelstunde vor Schluss, ehe Kai auf der rechten Seite Julian fand, dem von der Abwehrreihe zu viel Platz gewährt wurde. Unser Spielertrainer drang in den Strafraum vor und haute die Kugel aus spitzem Winkel in die Maschen.
Der Ausgleichstreffer tat aus Sicht des neutralen Zuschauers dem Spiel erwartungsgemäß gut. Die ohnehin mit dem Großteil der Spielanteile ausgestatteten Gäste wollten nun noch mehr, doch auch Schneppenbach-Hofstädten wachte noch einmal etwas auf und wollte sich mit dem einen Punkte ebenfalls nicht zufrieden geben. Die besten Möglichkeiten ließen allerdings bis kurz vor dem Abpfiff auf sich warten. Zunächst steckte Kai für Max durch, der das Leder jedoch unter Gegnerdruck rechts am Tor vorbeischob. Augenblicke später war es dann noch knapper, als der Flügelflitzer aus ähnlicher Position den rechten Innenpfosten traf. Der Ball prallte fast parallel zur Torlinie nach innen weg, wo er links neben dem Kasten noch einmal bei Julian landete. Dessen Versuch konnte allerdings von einem Verteidiger geblockt und damit eine letzte große Chance, das Spiel auf den letzten Metern noch umzubiegen, vereitelt werden.

Zum Ende hin waren wir also noch einmal drauf und dran, doch noch die drei Punkte aus Schneppenbach zu entführen. Obwohl der TuS weitaus mehr Spielanteile und das Übergewicht der Torchancen verbuchte, kann man aber sagen, dass sich die Hausherren alles in allem durch geschicktes Verteidigen nach einer frühen Führung den Punkt verdienten. Das war im Endeffekt vielleicht nicht sonderlich attraktiv für den Betrachter, aber effizient. Unsere Truppe fand zu selten einen Weg durch die kompakte Abwehrreihe des SVSH, um den Erfolg wirklich erzwingen zu können. Bei der einen oder anderen guten Möglichkeit kam dann teils auch noch etwas Pech hinzu. So muss man sich am Ende mit dem einen Punkt zufrieden geben.

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Extrem bittere Derbyniederlage

SV Schöllkrippen - TuS Sommerkahl 4:3 (1:1)

Aufstellung TuS: R. Jordan - J. Hefter, P. Dorn, F. Kraus, L. Schickling (80. M. Dorn) - T. Gries, J. Steigerwald - M. Maier, J. Stenger (66. M. Schlämmer), S. Schloth (66. A. Stürmer) - K. Schickling (C)

Tore: 0:1 M. Maier (1.), 1:1 S. Schmelz (45.+3, FE), 1:2 M. Maier (57.), 2:2 T. Klügel (59., FE), 2:3 T. Klügel (72., ET), 3:3 T. Kraus (85.), 4:3 T. Kraus (89.);

Trainer Julian Steigerwald vertraute auch im Derby weitestgehend auf die Stammelf, die sich in den ersten Spielen inzwischen in dieser Form herauskristallisiert hat. Personell musste lediglich Stephan Becker urlaubsbedingt ersetzt werden. Fabian Kraus rückte dafür in die Innenverteidigung, Leon Schickling kam auf der Linksverteidigerposition neu in die Mannschaft.

Der Neuling war es auch, der den Auftakt nach Maß für unsere Elf initiierte. Nur wenige Augenblicke nach dem Anpfiff schlug Leon einen langen Ball auf Kai Schickling, welcher diesen per Kopf auf die rechte Seite verlängerte, wo Max Maier nicht lange fackelte und das Leder im kurzen Eck versenkte. Die Hausherren waren dadurch erst einmal kalt erwischt worden und der TuS in der Offensive zunächst deutlich präsenter. Simon Schloth und Jan Stenger kamen in den Anfangsminuten zu weiteren aussichtsreichen Abschlüssen, die allerdings nicht den Weg aufs Tor fanden.
Mit der Zeit entdeckte Schöllkrippen Standards als ein probates Mittel für sich, zu Gelegenheiten zu kommen und langsam, aber sicher Zugang zu diesem Spiel zu finden. Bei den häufigen Eckstößen der Gastgeber hatten wir immer wieder Probleme in der Zuordnung, einen ersten Abschluss für den SVS verbuchte Steffen Schmelz, der einen Kopfball aus spitzem Winkel ans Außennetz setzte. Wenig später lenkte René Jordan einen Freistoß von Tim Kraus über die Latte, auch bei der einen oder anderen Kopfballmöglichkeit reagierte unser Schlussmann gut. Im späteren Verlauf des ersten Abschnitts war Jonas Hefter zur Stelle, der einen Ball von der Torlinie schlug.
So entwickelte sich nach und nach ein attraktives, offenes Spiel mit vielen Strafraumszenen auf beiden Seiten. Schöllkrippen suchte häufig den Weg über die beiden schnellen Außen, die aber nur selten einen Abnehmer in der Mitte fanden. Gleichzeitig waren die Gastgeber immer wieder anfällig für schnelle Gegenstöße. Die TuS-Elf fand oftmals ansprechende spielerische Lösungen, die die gegnerische Defensive teilweise auch bereits früh zum einen oder anderen taktischen Foulspiel zwangen. Ebenso sorgten Schüsse aus der zweiten Reihe immer mal wieder für Gefahr, speziell Jan Stenger suchte hier häufig den Abschluss.
Etwas Pech hatten wir in der Folge bei einem vermeintlichen Abseitstreffer. Max brachte die Kugel von der rechten Seite in den Rücken der Abwehr, wo Simon lauerte, den Ball beim Abschluss aber nicht richtig traf. Dieser landete dafür bei Kai, der nur noch den Fuß hinhalten musste, um das Spielgerät im Netz zu versenken, allerdings verweigerte Schiedsrichterin Susanne Grams dem Treffer die Anerkennung. Aus Berichterstatterposition war dies nicht zu beurteilen, laut übereinstimmender Berichte soll aber ein gegnerischer Verteidiger das Abseits aufgehoben haben, weshalb die Entscheidung aus TuS-Sicht leider etwas unglücklich war.
Eine weitere richtig dicke Chance, die Hausherren mit dem zweiten Treffer vor noch größere Probleme zu stellen, bekam Julian Steigerwald nach einem Angriff über die linke Seite. Der Spielertrainer bekam das Leder in zentraler Position vor dem Tor und hatte freie Schussbahn, mit Gegnerdruck im Rücken zielte er aber direkt auf den Torhüter. Auch in der Folge schafften wir es nicht, den Ball im Kasten unterzubringen und Schöllkrippen klärte die brenzlige Situation schließlich auf Kosten einer Ecke. Eine knifflige Situation folgte im Strafraum unserer Mannschaft, als Ferdinand Büttner von links parallel zur Grundlinie hineinzog und René ihm mit vollem Risiko den Ball vom Fuß grätschte. Seitens der Gastgeber folgten einige Proteste, Grams sah allerdings keinen Grund zur Beanstandung. Aus der Ferne war die Szene wiederum nicht seriös zu beurteilen.
Den größten Aufreger hatte sich der erste Durchgang allerdings bis zu den Schlusssekunden aufgespart. Nach einem Steilpass ging Philipp Dorn ins Laufduell mit Tim Kraus und beide versuchten, mit dem Körper vor den Gegenspieler zu kommen. Dabei ging der SVS-Angreifer zu Boden und die Schiedsrichterin zeigte auf den Punkt. Eine durchaus umstrittene Entscheidung, tendenziell war der Körpereinsatz eher zu wenig für ein Foulspiel. Steffen Schmelz ließ sich jedoch nicht beirren und jagte das Leder vom Punkt unhaltbar in den rechten Knick. Im Gegenstoß kam Jan noch einmal zum Abschluss, dann war zunächst einmal Pause.

Trotz des vielzitierten Gegentores zum psychologisch ungünstigen Zeitpunkt erwischte unsere Elf auch nach Wiederanpfiff den besseren Start, kam wiederum bereits nach wenigen Augenblicken zu einer guten Möglichkeit. Im Gegenteil schien die Gastmannschaft durch den Ausgleich weiter angestachelt worden zu sein und übernahm mehr und mehr die Initiative in dieser Begegnung. Gleichzeitig versuchte man, durch mehr Tempowechsel Kontrolle und Ruhe in die Partie zu bringen. Mit Erfolg. Nachdem man den Ball über einige Stationen in der Defensive hatte laufen lassen, spielte man in die Vertikale auf Kai, der sich aus der Sturmspitze hatte fallen lassen. Dieser wiederum sah den eingelaufenen Max, den er mit einem starken Steilpass bediente. Der Flügelflitzer drang über halblinks in den Strafraum vor und versenkte das Leder im langen Eck.
Dieses Mal kam Schöllkrippen praktisch im Gegenzug zurück. Links im Strafraum kam Ferdinand Büttner in Flankenposition und Jonas setzte zur Grätsche an, um den Ball zu blocken, den er auch traf. Dabei gab es wohl auch einen leichten Kontakt mit Büttner, der dadurch zu Boden ging. Wieder folgte der Pfiff. Wieder lässt sich über diese Entscheidung zweifellos streiten. Diesmal zeigte sich Toni Klügel unbeeindruckt von den lautstarken Protesten der Sommerkahler Spieler und Anhänger und verwandelte sicher unten rechts.
In der Folge kamen wieder beide Teams zu Führungschancen. Kurz vor seiner Auswechslung feuerte Jan noch einmal einen Schuss aus zentraler Position am Strafraum am, bei dem sich Hein strecken musste, ihn aber noch über die Latte lenkte. Zuvor hatte bereits Max mit einem Schuss aus halblinker Position aufs lange Eck nur um Zentimeter seinen dritten Treffer verpasst. Auf der Gegenseite bekam dann auch Schöllkrippen sein Abseitstor, als ein SVS-Angreifer nach einem von René parierten direkten Freistoß abstaubte. Wie schon zuvor war in dieser Situation aus Beobachtersicht nicht auszumachen, ob der Pfiff korrekt war.
Schließlich kam auch der TuS per Standard zum Erfolg. Fabian Kraus brachte einen Freistoß aus dem linken Halbfeld in die Mitte, wo ebenfalls kaum auszumachen war, ob noch jemand am Ball war. Gut möglich, dass Klügel die Hereingabe noch leicht abfälschte, wie es im Spielbericht vermerkt ist, in jedem Fall fand das Spielgerät seinen Weg ins lange Eck und brachte unsere Farben eine gute Viertelstunde vor dem Ende zurück auf die Siegerstraße. Nach einem weiteren Freistoß gelang uns zudem um ein Haar die Vorentscheidung. Kai Schickling brachte das Leder aus knapp 25 Metern zentraler Position direkt aufs Tor, wo Hein den Schuss zwar zur Seite abwehren konnte, jedoch nur wenige Meter. Alex Stürmer war als einziger Spieler nachgelaufen und versuchte aus kurzer Distanz abzustauben, brachte jedoch nicht genug Druck hinter den Ball, sodass dieser letztlich harmlos in den Armen des Schöllkrippener Rückhalts landete.
So versuchten wir in der Schlussphase immer wieder, vielleicht noch den alles entscheidenden Angriff zu setzen, zollten dabei aber auch merklich dem großen Laufpensum Tribut, sodass Schöllkrippen nun langsam Oberwasser gewann.
In den letzten Spielminuten zeigte sich dann noch einmal, was so eine Mannschaft ausmacht. Einen Freistoß des SVS zentral vor dem Tor schoss Tim Kraus zunächst in die Mauer. Allerdings verpassten wir es, die Situation konsequent zu klären und verloren am eigenen Sechzehner den Ball. Der Kreisliga-Torschützenkönig ließ sich diese Gelegenheit nicht nehmen und jagte das Leder aus halbrechter Position ins lange Eck. Mit dem Unentschieden wiederum wollte sich in der Folge keine der beiden Mannschaften so wirklich zufrieden geben. Dieses sollte es am Ende auch nicht geben. Erneut agierten wir etwas zu inkonsequent in der Defensive, Kraus dribbelte sich von links an den Fünfer durch und versenkte die Kugel im langen Eck.

Die Zuschauer sahen an diesem Sonntag ein attraktives Fußballspiel mit zwei Mannschaften auf Augenhöhe, die beide über 90 Minuten hinweg den Weg nach vorne suchten. Gerade in der Anfangsphase schienen die hoch gehandelten Gastgeber durchaus ein wenig überrascht vom stark aufspielenden Aufsteiger, der über das gesamte Spiel hinweg gesehen sogar die besseren Chancen hatte und dementsprechend nach der Partie aus gutem Grund maßlos enttäuscht über die Niederlage war.
Gesprächsstoff boten natürlich auch manche Entscheidungen der Schiedsrichterin, die in entscheidenden Situationen aus TuS-Sicht schon etwas unglücklich ausfielen. So waren beide Strafstöße, sowie das aberkannte 2:0 zumindest einmal umstritten. Auch hätte die Unparteiische bei ein, zwei Akteuren vielleicht schon etwas früher den gelben Karton ziehen können. Schöllkrippens Verteidiger Lauritz Taupp etwa hatte bereits vor seiner Verwarnung gegen Kai Schickling schon einmal den durchgebrochenen Max Maier weggemäht und befand sich sicherlich neben ein, zwei weiteren Defensivleuten nicht allzu weit entfernt von einer Ampelkarte. Natürlich kann kein Mensch alle Spielsituationen richtig beurteilen, genauso ist es aber auch nur natürlich, wenn man sich darüber ärgert, dass gleich mehrere strittige Situationen gegen die eigene Mannschaft ausgelegt werden.
Dieser hat im Endeffekt vielleicht auch auf der einen Seite noch ein wenig die Cleverness und Abgeklärtheit gefehlt, um in dieser Begegnung das Ergebnis auch einfach mal über die Zeit zu bringen, auf der anderen Seite in der einen oder anderen Szene auch die Kaltschnäuzigkeit, mit zwei Toren in Front zu gehen, was es für Schöllkrippen sicherlich um einiges schwieriger gemacht hätte, noch einmal zurückzukommen. Das kann dann letztendlich eben auch den Unterschied ausmachen, zwischen einem Aufsteiger und einer Mannschaft, die über Jahre hinweg in der Kreisklasse aktiv ist.
Möglicherweise hätte man sich nach dem 3:3 auch einfach mit dem Punkt zufrieden geben und diesen verteidigen müssen, anstatt mit schwindenden Kräften noch einmal den Siegtreffer zu versuchen. Doch ist es im Nachhinein natürlich auch immer leicht, so daherzureden. In jedem Fall sollte man auch nach so einem Spiel immer versuchen, das Positive mitzunehmen. Unsere Mannschaft hat hier eine wirklich starke Leistung gezeigt und einen der Topfavoriten der Klasse an den Rande der Niederlage gebracht, was zeigt, dass wir uns in dieser Saison vor niemandem verstecken müssen. Das wird gerade am kommenden Sonntag bereits wieder wichtig, wenn mit Hochspessart eine Mannschaft nach Sommerkahl kommt, die vermutlich sogar noch einen Ticken stärker einzuschätzen ist als Schöllkrippen. Darüber hinaus nimmt man aus solchen Niederlagen, so schmerzhaft sie auch sein mögen, immer auch Erfahrung mit, die in diesem Jahr zweifelsohne noch sehr wichtig werden wird. Und eins ist auch klar: Die gesamte Mannschaft ist bereits jetzt schon wieder heiß auf das Rückspiel!

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Knappe Niederlage gegen den Titelfavoriten

TuS Sommerkahl - FC Hochspessart 1:2 (1:1)

Aufstellung TuS: R. Jordan - J. Hefter, F. Kraus, S. Becker, M. Dorn - T. Gries, J. Steigerwald - M. Maier, J. Stenger (22. M. Schlämmer), S. Schloth (66. A. Stürmer) - K. Schickling (C)

Tore: 1:0 K. Schickling (11., FE), 1:1 M. Fischer (24.), 1:2 M. Ramic (52.);

Spielertrainer Julian Steigerwald wechselte zweimal im Vergleich zum Derbydrama in Schöllkrippen. Wie erwartet löste Rückkehrer Stephan Becker den Urlauber Leon Schickling in der Viererkette ab und rückte dabei anstelle von Philipp Dorn, der aufgrund von Trainingsrückstand auf der Bank Platz nahm, in die Innenverteidigung. Über links verteidigte dafür dessen Bruder Michael, der damit erstmals in dieser Saison von Beginn an zum Einsatz kam.

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Klarer Auswärtserfolg in Mensengesäß

SV Eintracht Mensengesäß - TuS Sommerkahl 0:4 (0:3)

Aufstellung TuS: R. Jordan - J. Hefter, P. Dorn, S. Becker (60. L. Schickling), F. Kraus - T. Gries (46. M. Schlämmer), J. Steigerwald, M. Maier, J. Stenger (70. A. Stürmer), S. Schloth - K. Schickling (C)

Tore: 0:1 K. Schickling (12.), 0:2 M. Maier (17.), 0:3 J. Steigerwald (43.), 0:4 M. Schlämmer 59.);

Gelb-Rot: L. Schickling (85.);

Im Gegensatz zum Pokalaus unter der Woche konnten wir bei der ersten Kreisklasse-Auswärtsfahrt zu unserer Erfolgself vom vergangenen Sonntag zurückkehren und fuhren mit dem exakt gleichen Kader nach Mensengesäß, der schon gegen Schimborn die ersten drei Punkte eingesammelt hatte. Lediglich eine personelle Änderung ergab sich in der Startformation: Simon Schloth, der eine Woche nach seinem Malle-Urlaub den Jetlag überstanden hatte, bekam auf der linken Seite den Vorzug vor Leon Schickling. Wie schon in den letzten drei Vorbereitungsspielen, war er dabei in neuer offensiver Rolle zu sehen, während Fabian Kraus auf die defensive Außenbahn rückte.