Drucken

Extrem bittere Derbyniederlage

SV Schöllkrippen - TuS Sommerkahl 4:3 (1:1)

Aufstellung TuS: R. Jordan - J. Hefter, P. Dorn, F. Kraus, L. Schickling (80. M. Dorn) - T. Gries, J. Steigerwald - M. Maier, J. Stenger (66. M. Schlämmer), S. Schloth (66. A. Stürmer) - K. Schickling (C)

Tore: 0:1 M. Maier (1.), 1:1 S. Schmelz (45.+3, FE), 1:2 M. Maier (57.), 2:2 T. Klügel (59., FE), 2:3 T. Klügel (72., ET), 3:3 T. Kraus (85.), 4:3 T. Kraus (89.);

Trainer Julian Steigerwald vertraute auch im Derby weitestgehend auf die Stammelf, die sich in den ersten Spielen inzwischen in dieser Form herauskristallisiert hat. Personell musste lediglich Stephan Becker urlaubsbedingt ersetzt werden. Fabian Kraus rückte dafür in die Innenverteidigung, Leon Schickling kam auf der Linksverteidigerposition neu in die Mannschaft.

Der Neuling war es auch, der den Auftakt nach Maß für unsere Elf initiierte. Nur wenige Augenblicke nach dem Anpfiff schlug Leon einen langen Ball auf Kai Schickling, welcher diesen per Kopf auf die rechte Seite verlängerte, wo Max Maier nicht lange fackelte und das Leder im kurzen Eck versenkte. Die Hausherren waren dadurch erst einmal kalt erwischt worden und der TuS in der Offensive zunächst deutlich präsenter. Simon Schloth und Jan Stenger kamen in den Anfangsminuten zu weiteren aussichtsreichen Abschlüssen, die allerdings nicht den Weg aufs Tor fanden.
Mit der Zeit entdeckte Schöllkrippen Standards als ein probates Mittel für sich, zu Gelegenheiten zu kommen und langsam, aber sicher Zugang zu diesem Spiel zu finden. Bei den häufigen Eckstößen der Gastgeber hatten wir immer wieder Probleme in der Zuordnung, einen ersten Abschluss für den SVS verbuchte Steffen Schmelz, der einen Kopfball aus spitzem Winkel ans Außennetz setzte. Wenig später lenkte René Jordan einen Freistoß von Tim Kraus über die Latte, auch bei der einen oder anderen Kopfballmöglichkeit reagierte unser Schlussmann gut. Im späteren Verlauf des ersten Abschnitts war Jonas Hefter zur Stelle, der einen Ball von der Torlinie schlug.
So entwickelte sich nach und nach ein attraktives, offenes Spiel mit vielen Strafraumszenen auf beiden Seiten. Schöllkrippen suchte häufig den Weg über die beiden schnellen Außen, die aber nur selten einen Abnehmer in der Mitte fanden. Gleichzeitig waren die Gastgeber immer wieder anfällig für schnelle Gegenstöße. Die TuS-Elf fand oftmals ansprechende spielerische Lösungen, die die gegnerische Defensive teilweise auch bereits früh zum einen oder anderen taktischen Foulspiel zwangen. Ebenso sorgten Schüsse aus der zweiten Reihe immer mal wieder für Gefahr, speziell Jan Stenger suchte hier häufig den Abschluss.
Etwas Pech hatten wir in der Folge bei einem vermeintlichen Abseitstreffer. Max brachte die Kugel von der rechten Seite in den Rücken der Abwehr, wo Simon lauerte, den Ball beim Abschluss aber nicht richtig traf. Dieser landete dafür bei Kai, der nur noch den Fuß hinhalten musste, um das Spielgerät im Netz zu versenken, allerdings verweigerte Schiedsrichterin Susanne Grams dem Treffer die Anerkennung. Aus Berichterstatterposition war dies nicht zu beurteilen, laut übereinstimmender Berichte soll aber ein gegnerischer Verteidiger das Abseits aufgehoben haben, weshalb die Entscheidung aus TuS-Sicht leider etwas unglücklich war.
Eine weitere richtig dicke Chance, die Hausherren mit dem zweiten Treffer vor noch größere Probleme zu stellen, bekam Julian Steigerwald nach einem Angriff über die linke Seite. Der Spielertrainer bekam das Leder in zentraler Position vor dem Tor und hatte freie Schussbahn, mit Gegnerdruck im Rücken zielte er aber direkt auf den Torhüter. Auch in der Folge schafften wir es nicht, den Ball im Kasten unterzubringen und Schöllkrippen klärte die brenzlige Situation schließlich auf Kosten einer Ecke. Eine knifflige Situation folgte im Strafraum unserer Mannschaft, als Ferdinand Büttner von links parallel zur Grundlinie hineinzog und René ihm mit vollem Risiko den Ball vom Fuß grätschte. Seitens der Gastgeber folgten einige Proteste, Grams sah allerdings keinen Grund zur Beanstandung. Aus der Ferne war die Szene wiederum nicht seriös zu beurteilen.
Den größten Aufreger hatte sich der erste Durchgang allerdings bis zu den Schlusssekunden aufgespart. Nach einem Steilpass ging Philipp Dorn ins Laufduell mit Tim Kraus und beide versuchten, mit dem Körper vor den Gegenspieler zu kommen. Dabei ging der SVS-Angreifer zu Boden und die Schiedsrichterin zeigte auf den Punkt. Eine durchaus umstrittene Entscheidung, tendenziell war der Körpereinsatz eher zu wenig für ein Foulspiel. Steffen Schmelz ließ sich jedoch nicht beirren und jagte das Leder vom Punkt unhaltbar in den rechten Knick. Im Gegenstoß kam Jan noch einmal zum Abschluss, dann war zunächst einmal Pause.

Trotz des vielzitierten Gegentores zum psychologisch ungünstigen Zeitpunkt erwischte unsere Elf auch nach Wiederanpfiff den besseren Start, kam wiederum bereits nach wenigen Augenblicken zu einer guten Möglichkeit. Im Gegenteil schien die Gastmannschaft durch den Ausgleich weiter angestachelt worden zu sein und übernahm mehr und mehr die Initiative in dieser Begegnung. Gleichzeitig versuchte man, durch mehr Tempowechsel Kontrolle und Ruhe in die Partie zu bringen. Mit Erfolg. Nachdem man den Ball über einige Stationen in der Defensive hatte laufen lassen, spielte man in die Vertikale auf Kai, der sich aus der Sturmspitze hatte fallen lassen. Dieser wiederum sah den eingelaufenen Max, den er mit einem starken Steilpass bediente. Der Flügelflitzer drang über halblinks in den Strafraum vor und versenkte das Leder im langen Eck.
Dieses Mal kam Schöllkrippen praktisch im Gegenzug zurück. Links im Strafraum kam Ferdinand Büttner in Flankenposition und Jonas setzte zur Grätsche an, um den Ball zu blocken, den er auch traf. Dabei gab es wohl auch einen leichten Kontakt mit Büttner, der dadurch zu Boden ging. Wieder folgte der Pfiff. Wieder lässt sich über diese Entscheidung zweifellos streiten. Diesmal zeigte sich Toni Klügel unbeeindruckt von den lautstarken Protesten der Sommerkahler Spieler und Anhänger und verwandelte sicher unten rechts.
In der Folge kamen wieder beide Teams zu Führungschancen. Kurz vor seiner Auswechslung feuerte Jan noch einmal einen Schuss aus zentraler Position am Strafraum am, bei dem sich Hein strecken musste, ihn aber noch über die Latte lenkte. Zuvor hatte bereits Max mit einem Schuss aus halblinker Position aufs lange Eck nur um Zentimeter seinen dritten Treffer verpasst. Auf der Gegenseite bekam dann auch Schöllkrippen sein Abseitstor, als ein SVS-Angreifer nach einem von René parierten direkten Freistoß abstaubte. Wie schon zuvor war in dieser Situation aus Beobachtersicht nicht auszumachen, ob der Pfiff korrekt war.
Schließlich kam auch der TuS per Standard zum Erfolg. Fabian Kraus brachte einen Freistoß aus dem linken Halbfeld in die Mitte, wo ebenfalls kaum auszumachen war, ob noch jemand am Ball war. Gut möglich, dass Klügel die Hereingabe noch leicht abfälschte, wie es im Spielbericht vermerkt ist, in jedem Fall fand das Spielgerät seinen Weg ins lange Eck und brachte unsere Farben eine gute Viertelstunde vor dem Ende zurück auf die Siegerstraße. Nach einem weiteren Freistoß gelang uns zudem um ein Haar die Vorentscheidung. Kai Schickling brachte das Leder aus knapp 25 Metern zentraler Position direkt aufs Tor, wo Hein den Schuss zwar zur Seite abwehren konnte, jedoch nur wenige Meter. Alex Stürmer war als einziger Spieler nachgelaufen und versuchte aus kurzer Distanz abzustauben, brachte jedoch nicht genug Druck hinter den Ball, sodass dieser letztlich harmlos in den Armen des Schöllkrippener Rückhalts landete.
So versuchten wir in der Schlussphase immer wieder, vielleicht noch den alles entscheidenden Angriff zu setzen, zollten dabei aber auch merklich dem großen Laufpensum Tribut, sodass Schöllkrippen nun langsam Oberwasser gewann.
In den letzten Spielminuten zeigte sich dann noch einmal, was so eine Mannschaft ausmacht. Einen Freistoß des SVS zentral vor dem Tor schoss Tim Kraus zunächst in die Mauer. Allerdings verpassten wir es, die Situation konsequent zu klären und verloren am eigenen Sechzehner den Ball. Der Kreisliga-Torschützenkönig ließ sich diese Gelegenheit nicht nehmen und jagte das Leder aus halbrechter Position ins lange Eck. Mit dem Unentschieden wiederum wollte sich in der Folge keine der beiden Mannschaften so wirklich zufrieden geben. Dieses sollte es am Ende auch nicht geben. Erneut agierten wir etwas zu inkonsequent in der Defensive, Kraus dribbelte sich von links an den Fünfer durch und versenkte die Kugel im langen Eck.

Die Zuschauer sahen an diesem Sonntag ein attraktives Fußballspiel mit zwei Mannschaften auf Augenhöhe, die beide über 90 Minuten hinweg den Weg nach vorne suchten. Gerade in der Anfangsphase schienen die hoch gehandelten Gastgeber durchaus ein wenig überrascht vom stark aufspielenden Aufsteiger, der über das gesamte Spiel hinweg gesehen sogar die besseren Chancen hatte und dementsprechend nach der Partie aus gutem Grund maßlos enttäuscht über die Niederlage war.
Gesprächsstoff boten natürlich auch manche Entscheidungen der Schiedsrichterin, die in entscheidenden Situationen aus TuS-Sicht schon etwas unglücklich ausfielen. So waren beide Strafstöße, sowie das aberkannte 2:0 zumindest einmal umstritten. Auch hätte die Unparteiische bei ein, zwei Akteuren vielleicht schon etwas früher den gelben Karton ziehen können. Schöllkrippens Verteidiger Lauritz Taupp etwa hatte bereits vor seiner Verwarnung gegen Kai Schickling schon einmal den durchgebrochenen Max Maier weggemäht und befand sich sicherlich neben ein, zwei weiteren Defensivleuten nicht allzu weit entfernt von einer Ampelkarte. Natürlich kann kein Mensch alle Spielsituationen richtig beurteilen, genauso ist es aber auch nur natürlich, wenn man sich darüber ärgert, dass gleich mehrere strittige Situationen gegen die eigene Mannschaft ausgelegt werden.
Dieser hat im Endeffekt vielleicht auch auf der einen Seite noch ein wenig die Cleverness und Abgeklärtheit gefehlt, um in dieser Begegnung das Ergebnis auch einfach mal über die Zeit zu bringen, auf der anderen Seite in der einen oder anderen Szene auch die Kaltschnäuzigkeit, mit zwei Toren in Front zu gehen, was es für Schöllkrippen sicherlich um einiges schwieriger gemacht hätte, noch einmal zurückzukommen. Das kann dann letztendlich eben auch den Unterschied ausmachen, zwischen einem Aufsteiger und einer Mannschaft, die über Jahre hinweg in der Kreisklasse aktiv ist.
Möglicherweise hätte man sich nach dem 3:3 auch einfach mit dem Punkt zufrieden geben und diesen verteidigen müssen, anstatt mit schwindenden Kräften noch einmal den Siegtreffer zu versuchen. Doch ist es im Nachhinein natürlich auch immer leicht, so daherzureden. In jedem Fall sollte man auch nach so einem Spiel immer versuchen, das Positive mitzunehmen. Unsere Mannschaft hat hier eine wirklich starke Leistung gezeigt und einen der Topfavoriten der Klasse an den Rande der Niederlage gebracht, was zeigt, dass wir uns in dieser Saison vor niemandem verstecken müssen. Das wird gerade am kommenden Sonntag bereits wieder wichtig, wenn mit Hochspessart eine Mannschaft nach Sommerkahl kommt, die vermutlich sogar noch einen Ticken stärker einzuschätzen ist als Schöllkrippen. Darüber hinaus nimmt man aus solchen Niederlagen, so schmerzhaft sie auch sein mögen, immer auch Erfahrung mit, die in diesem Jahr zweifelsohne noch sehr wichtig werden wird. Und eins ist auch klar: Die gesamte Mannschaft ist bereits jetzt schon wieder heiß auf das Rückspiel!

Drucken

Klarer Auswärtserfolg in Mensengesäß

SV Eintracht Mensengesäß - TuS Sommerkahl 0:4 (0:3)

Aufstellung TuS: R. Jordan - J. Hefter, P. Dorn, S. Becker (60. L. Schickling), F. Kraus - T. Gries (46. M. Schlämmer), J. Steigerwald, M. Maier, J. Stenger (70. A. Stürmer), S. Schloth - K. Schickling (C)

Tore: 0:1 K. Schickling (12.), 0:2 M. Maier (17.), 0:3 J. Steigerwald (43.), 0:4 M. Schlämmer 59.);

Gelb-Rot: L. Schickling (85.);

Im Gegensatz zum Pokalaus unter der Woche konnten wir bei der ersten Kreisklasse-Auswärtsfahrt zu unserer Erfolgself vom vergangenen Sonntag zurückkehren und fuhren mit dem exakt gleichen Kader nach Mensengesäß, der schon gegen Schimborn die ersten drei Punkte eingesammelt hatte. Lediglich eine personelle Änderung ergab sich in der Startformation: Simon Schloth, der eine Woche nach seinem Malle-Urlaub den Jetlag überstanden hatte, bekam auf der linken Seite den Vorzug vor Leon Schickling. Wie schon in den letzten drei Vorbereitungsspielen, war er dabei in neuer offensiver Rolle zu sehen, während Fabian Kraus auf die defensive Außenbahn rückte.

Drucken

Heimserie hält auch in der Kreisklasse

TuS Sommerkahl - SG Schimborn 3:1 (1:1)

Aufstellung TuS: R. Jordan - J. Hefter, P. Dorn, S. Becker, L. Schickling (46. S. Schloth, 90. A. Stürmer) - T. Gries, J. Steigerwald - M. Maier (30. M. Schlämmer), J. Stenger (71. M. Maier), F. Kraus - K. Schickling (C)

Tore: 0:1 T. Herleth (23., FE), 1:1 J. Stenger (27.), 2:1 K. Schickling (73.), 3:1 K. Schickling (78., FE);

Im Vergleich zum Pokalerfolg am vergangenen Sonntag rotierten wir wieder etwas zurück, zumal die Jungspunde Johannes Schlämmer und Samuel Otten aufgrund von Urlaub beide nicht zur Verfügung standen. Auch Torschütze Simon Schloth war keine Option für die Startelf, da er erst am Morgen aus Mallorca zurückgekommen war und noch im Stau stand.
In diese kehrten dagegen Tobias Gries und Leon Schickling zurück, zudem versuchte sich wie gegen Schöllkrippen Jan Stenger auf der Zehn. Max Maier rückte dafür auf die rechte Seite, Fabian Kraus eine Position nach vorne.

Die Begegnung brauchte eine lange Anlaufphase, mehr als eine Viertelstunde lang spielte sich das Geschehen größtenteils im Mittelfeld ab, wo sich beide Teams weitestgehend neutralisieren. Julian Steigerwald setzte mit einem Schuss aus dem Rückraum das erste Ausrufezeichen, zielte allerdings einen halben Meter über die Latte. Fast im Gegenzug dann die erste nennenswerte Offensivaktion des Kreisliga-Absteigers, ein Angreifer der SG wurde nach zu einfachem Ballgewinn schnell in den Strafraum geschickt und Stephan Becker ging im Zweikampf zu ungeschickt zu Werke. Klarer Fall: Elfmeter! Timo Herleth ließ sich die Chance nicht entgehen und verwandelte sicher zur 1:0-Führung für die Gäste.
Diese hielt allerdings nicht lange. Nur wenige Minuten später steckte Kai Schickling schön auf Jan Stenger durch, der das Leder abgeklärt rechts am Torhüter vorbei in die Ecke schob. Es war spürbar, wie sehr sich die Zuschauer für den verletzungsgeplagten Rückkehrer freuten, der in der abgelaufenen Saison nur zu einem eine Halbzeit langen Einsatz in der ersten Mannschaft gekommen war. Das Remis war bis dato in jedem Fall verdient, da die Hausherren zu diesem Zeitpunkt doch etwas besser in der Partie waren als Schimborn.
Die Gäste allerdings wachten nach dem Gegentreffer etwas auf, was der bis hierhin eher mittelmäßigen Begegnung sichtlich gut tat. Nach einem Eckstoß zeigte sich erstmals Torjäger Marcel Wütscher mit einem Kopfball, den er allerdings links am Tor vorbeisetzte. Auch Tobias Westermann verbuchte vor dem Halbzeitpfiff noch zwei ordentliche Abschlüsse, die ebenfalls beide ihr Ziel verfehlten.

Nach dem Seitenwechsel war es dann der TuS, der die erste Duftmarke setzte. Nach einem starken Doppelpass knallte Julian das Leder gegen die Latte, ein paar Minuten später setzte Kai einen Drehschuss über den Kasten. Auf der Gegenseite war es wieder Westermann, der die Schusschance suchte, auch in dieser Situation war allerdings noch ein Bein dazwischen.
Insgesamt aber tat unsere Elf nun mehr fürs Spiel und näherte sich immer weiter dem Tor an. Zunächst vergab man dabei noch eine hundertprozentige Chance, als gleich drei Angreifer nacheinander das Spielgerät nicht über die Linie bekamen. So mussten dann am Ende zwei Standards her, um die Waage innerhalb weniger Minuten in die richtige Richtung ausschlagen zu lassen. Erst köpfte Kai eine Freistoßflanke von Fabian Kraus ins Netz, dann verwandelte er einen Strafstoß nach Foul von Oliver Fischer an Julian.
Einen wirklichen Ansturm starteten die Gäste im Anschluss nicht mehr. Noch beim Stand von 2:1 versuchte es Oliver Rink mit einem Volleyschuss, verfehlte das Tor bei diesem schwer zu nehmenden Schuss allerdings deutlich. Auf der anderen Seite verbuchten Kai und Max Maier noch gute Möglichkeiten, zielten allerdings beide links am Kasten vorbei.

Die Sommerkahler Liga-Heimserie, die seit dem ersten Spieltag der Saison 2017/2018 anhält, hat somit auch die erste Bewährungsprobe in der Kreisklasse überstanden und das mit Bravour. Gegen den hoch gehandelten Absteiger aus Schimborn siegte man am Ende verdient und phasenweise durchaus überzeugend. Die Gäste hingegen blieben deutlich hinter den Erwartungen zurück und hatten sich den Start in die Kreisklassen-Saison sicherlich auch anders vorgestellt. Der TuS kann somit mit ordentlich Rückenwind in die Runde starten und konnte schon einmal einen echten Achtungserfolg verbuchen, der Mut macht für die kommenden Wochen.

Drucken

Dettingen mit einer Machtdemonstration

TuS Sommerkahl - SV Germania Dettingen 1:9 (1:6)

Aufstellung TuS: M. Gerhard - J. Hefter, M. Dorn, S. Becker (46. J. Schlämmer), L. Schickling - T. Gries (70. S. Glaab), J. Steigerwald - M. Maier, J. Stenger (46. M. Schnetter), S. Schloth - K. Schickling (C)

Tore: 0:1 M. Sänger (9.), 0:2 H. Wenzel (15.), 0:3 H. Wenzel (18.), 0:4 H. Wenzel (28.), 0:5 M. Schlappa (37.), 0:6 H. Wenzel (38.), 1:6 J. Steigerwald (44.), 1:7 D. Kallina (52.), 1:8 D. Kallina (61., FE), 1:9 B. Schönwald (84.);

Durch den Zweitrunden-Erfolg bei der SG Laudenbach-Westerngrund kam mit dem Kreisligisten Germania Dettingen am Mittwochabend ein echter Kracher zum TuS. Leider mussten terminbedingt einige Spieler bei diesem Highlight passen. So stand anstelle von René Jordan dieses Mal wieder der Altmeister Marco Gerhard zwischen den Pfosten. In der Viererkette begann Michael Dorn für seinen Bruder Philipp. Und auf der linken Außenbahn kam mit Simon Schloth einer der Torschützen aus der vorherigen Pokalrunde für Fabian Kraus neu ins Team. Als Ersatzspieler fehlten uns zudem Alex Stürmer und Matthias Schlämmer, an dessen Stelle Bruder Johannes nach Urlaub wieder mit Partie war. Steffen Glaab und Michael Schnetter komplettierten das Aufgebot.

Drucken

Sommerkahl siegt in Laudenbach

SG Laudenbach/Westerngrund - TuS Sommerkahl 1:5 (1:2)

Aufstellung TuS: R. Jordan - J. Hefter, P. Dorn, S. Becker (72. M. Dorn), F. Kraus - J. Schlämmer (37. L. Schickling), J. Steigerwald - S. Otten (62. M. Schlämmer), M. Maier, S. Schloth (86. S. Otten) - K. Schickling (C)

Tore: 1:0 P. Kucharczyk (2., DF), 1:1 J. Steigerwald (25.), 1:2 M. Maier (30.), 1:3 S. Schloth (66.), 1:4 K. Schickling (68.), 1:5 K. Schickling (77., HE);

Gelb-Rot: P. Dorn (36.);

Statt des zum Abschluss des Trainingswochenendes angesetzen Tests gegen den 1. FC Mömbris gab es nach der am Freitag zuvor überstandenen ersten Pokalrunde eine Auswärtsreise zur SG Laudenbach/Westerngrund, die aus nachvollziehbaren Gründen im Vorfeld keine großen Begeisterungsstürme ausgelöst hatten. Nichtsdestotrotz nutzte Trainer Julian Steigerwald die Gelegenheit, dem Nachwuchs die Chance zu geben, sich zu zeigen. Neben Jonas Hefter, der in der Vorbereitung bereits mehrere Male in der Startelf stand, durften sich daher auch Johannes Schlämmer und Samuel Otten von Beginn an beweisen. Johannes ersetzte Tobias Gries auf der Doppelsechs, Samuel Matthias Schlämmer auf der rechten Außenbahn.
Darüber hinaus gab es im Vergleich zum Freitag nur eine Änderung, in der Innenverteidigung lief Philipp Dorn anstelle von Leon Schickling auf. Gar nicht im Kader waren Jan Stenger, Alex Stürmer und Stefan Leuschner, während Michael Dorn, der zuletzt im Februar für die erste Mannschaft aktiv war, sein Comeback gab.

Zu Beginn schien die Partie zunächst einmal ihren gewohnten Gang zu nehmen. Als Philipp Dorn einige Meter vor dem eigenen Strafraum den Ball mit dem Körper gegen einen Angreifer der Hausherren behauptete, sah der Schiedsrichter ein Foulspiel und sprach der SG daher einen Freistoß zu. Was dann allerdings Patrick Kucharczyk aus der Chance machte, war Extraklasse. Er setzte das Leder vollkommen unhaltbar in den linken Winkel.
Somit ließen sich unheimliche Parallelen zum vergangenen Herbst erkennen, als Laudenbach/Westerngrund nach einem umstrittenen Foulelfmeter ebenfalls sehr früh in Führung gegangen und der TuS in der Folge vergeblich angerannt war. Auch in dieser Begegnung vergaben wir die erste dicke Möglichkeit. Simon Schloth eroberte am linken Strafraumeck der Gastgeber den Ball und legte diesen in die Mitte auf Kai Schickling, der freistehend an Schlussmann Christoph Ritter scheiterte. Auch auf der Gegenseite folgte aber in den Minuten darauf der eine oder andere gefährliche Abschluss. Erneut Kucharczyk brachte einen Schlenzer gefährlich in Richtung Tor, der Versuch strich aber am rechten Pfosten vorbei. Nach einem Missverständnis von Philipp Dorn und Torwart René Jordan bekam die SG außerdem einen indirekten Freistoß aufgrund von Rückpass an der Strafraumgrenze, der allerdings in der Mauer landete.
Insgesamt tat die Gastmannschaft allerdings mehr fürs Spiel und drehte dieses in der Folge innerhalb weniger Minuten. Zunächst machte Max Maier eine Situation, die eigentlich bereits festgefahren schien, wieder gefährlich, indem er von der Grundlinie den heranstürmenden Julian Steigerwald bediente. Der Spielertrainer ließ sich diese Gelegenheit nicht entgehen und schoss links unten ein. Nur fünf Zeigerumdrehungen später war es dann Max selbst, der in halbrechter Position vor dem Strafraum von Kai bedient wurde, aufdrehen und links unten verwandeln konnte.
Kurz vor dem Pausentee wurde es dann noch einmal verwirrend. Nach einem eigentlich recht harmlosen Zweikampf im Mittelfeld zitierte der Unparteiische Philipp zu sich, um ihm die gelbe Karte zu zeigen - und verwies ihn daraufhin plötzlich mit dem gelb-roten Karton vom Feld. Eine Entscheidung, die für viel Unverständnis aufseiten der Gäste sorgte.

In Überzahl erwartete man, dass die Platzherren nach dem Seitenwechsel auf den Ausgleich drängen würden, doch überraschenderweise kam es ganz anders. Der TuS übernahm hier nach und nach immer deutlicher das Kommando. Allerdings dauerte es eine Viertelstunde, ehe man die erste nennenswerte Torchance im zweiten Abschnitt verbuchte. Auf der rechten Seite wurde Max Maier geschickt, dessen Schuss jedoch genau bei Ritter landete.
Nach einer guten Stunde Spielzeit machten wir dann aber endgültig alles klar. Zunächst scheiterte der groß aufspielende Simon nach einer Freistoßflanke von Fabian Kraus noch mit einem Kopfball am starken Ritter. Nur wenige Augenblicke später durfte der Neu-Linksaußen, der im vergangenen Jahr in der zweiten Mannschaft als sicherer Elfmeterschütze aufgefallen war, in der ersten Garde bis dato aber noch auf seinen ersten Treffer wartete, sein Premierentor bejubeln. Mit einem schönen Doppelpass mit Max spielte sich der 19-jährige auf der linken Seite durch und schob das Leder ins lange Eck. Kai, der kurze Zeit später mit einem Distanzschuss traf, machte den erneuten Doppelschlag perfekt und sorgte gleichzeitig für die endgültige Entscheidung. Der SG, die bereits in den Minuten zuvor völlig wider erwarten mehr und mehr platt wirkte, hatte man nun komplett den Stecker gezogen.
Der TuS spielte den Rest der Partie recht locker runter und schraubte das Ergebnis per Strafstoß sogar noch einmal in die Höhe. Eine halbhohe Hereingabe von Julian bekam ein Verteidiger in der Mitte an den Arm und Kai verwandelte den Elfmeter sicher mit einem Schuss in die Mitte.

Auch wenn es nur ein Pokalspiel war, so war dieser Erfolg dennoch eine Erlösung. Endlich zeigte man mal wieder, dass man auch in Laudenbach noch gewinnen kann und nach Jahren voller Häme und Spott, die man hier ertragen musste, tat es wohl allen Sommerkahlern in der Seele gut, hier einmal einen Sonntag lang genießen zu können, wie es mit zunehmender Spielzeit immer ruhiger auf dem Sportplatz wurde.
Sicherlich ist ein solcher Vergleich nicht überzubewerten, dennoch zeigte man sich in vielen Bereichen schon um einiges besser als in den Vorwochen und vielleicht ist diese Partie nach einer durchwachsenen Vorbereitung tatsächlich ein Brustlöser zur rechten Zeit. Auch die konditionelle Arbeit, die insbesondere nach dem Marktpokal, als man hier noch erhebliche Defizite aufwies, hat sich sichtbar gelohnt. Es war schon sehr erstaunlich, dass die TuS-Elf am Ende ihres Trainingswochenendes, nach dem Mannschaftsabend auf dem Vormwälder Handkäsfest und mit einem Morgenlauf über mehr als acht Kilometer in den Knochen, trotz fast 60-minütiger Unterzahl am Ende das wesentlich fittere Team war. Nichtsdestotrotz gilt es natürlich, weiter zu arbeiten, denn zum Saisonauftakt kommt am kommenden Sonntag mit der SG Schimborn bereits ein ganz anderes Kaliber auf uns zu.